Konzeption, Kuration und/oder Begleitung von Ausstellungen

#heim@tlos - Von Menschen, die ihre Heimat verloren - und vielleicht in Braunschweig eine neue fanden?! (WiSe 2018/19 und SoSe 2019)
Eine Ausstellung von Studierenden der TU Braunschweig, Institut für Geschichtswissenschaft unter Leitung von Dr. Heike Christina Mätzing, für Schülerinnen und Schüler der Region Braunschweig.

Schon immer haben Menschen freiwillig oder unfreiwillig ihre Heimat verlassen und sich woanders ein neues Zuhause gesucht. Vor dem Zweiten Weltkrieg flüchteten viele Menschen vor den deutschen Besatzern. Nach Kriegsende mussten wiederum viele Deutsche im Osten ihr Zuhause zurück lassen und sich andernorts eine neue Heimat suchen. Doch nicht nur Krieg und Gewalt zwingen Menschen zur Flucht. Oft ist es auch die pure wirtschaftliche Not. Obwohl das Thema aktuell und weltweit so viele Menschen betrifft wie nie zuvor, wird es im deutschen Geschichtsunterricht kaum behandelt.
Zukünftige Geschichtslehrerinnen und -lehrer der TU Braunschweig haben sowohl Schulbücher untersucht wie auch ihnen nahe stehende Personen über deren Erfahrungen mit dem Verlust von Heimat befragt.
Dazu gehörte ein Großvater (geb. 1935), der während und nach dem Zweiten Weltkrieg als Kind ohne seine Eltern von Polen nach Deutschland flüchten musste und neun Jahre seine Mutter nicht sah!  Der Freund (geb. 1985) einer Studentin erzählte über seine Flucht aus Jugoslawien, die über 15 Jahre dauern sollte und ihn über Australien nach Deutschland führte. Ein anderer Großvater (geb. 1941) berichtete, wie er 1957, als 15-Jähriger, sein Dorf als Spätaussiedler verließ und von Polen nach Deutschland umsiedelte. Ein türkisches Ehepaar (Jg. 1939 und 1948) ließ die Studierenden an ihren Erinnerungen an die Migration aus der Türkei in den 1960er Jahren teilhaben.
So unterschiedlich die Leben dieser Menschen verliefen, sie alle haben etwas gemeinsam: Sie alle verloren - gewollt oder ungewollt - ihr Zuhause. Die Studierenden haben der Ausstellung daher den Titel „#heim@los“ gegeben. Schulbücher berichten von solchen individuellen Schicksalen in der Regel so gut wie nichts.

Die Ausstellung ist ausleihbar und tourt derzeit (Januar 2020) durch verschiedene Braunschweiger Schulen.
Informationen unter: h.maetzing@tu-bs.de

 

„Eine Chronik der Gewalt. Litauen 1931-1941“ (2013)

Konzept und Umsetzung: Museum für Genozidopfer beim Litauischen Zentrum für Genozid- und Widerstandsforschung; deutsche Ausgabe: Europäisches Litauisches Kulturcentrum in Deutschland (ELKC) e.V.
Präsentation in Braunschweig im Januar/Februar 2013 mit finanzieller Unterstützung des Kulturinstituts der Stadt in den Räumen der Stadtbibliothek durch das Historische Seminar der TU Braunschweig. Organisation und Vorbereitung des Rahmenprogramms gemeinsam mit Studierenden.

[Bericht über die Ausstellung]

[Flyer zur Ausstellung]

[Artikel über Dalia Grinkeviciute]

 

Georg Eckert und die Anfänge des Archivs für Sozialgeschichte“ (2010/11)

Ausstellung, kuratiert von Dr. Heike Christina Mätzing unter Mitarbeit von Björn Brosius im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung anlässlich des 50jährigen Bestehens des Archivs für Sozialgeschichte; gezeigt in Berlin ( Nov./Dez. 2010) und Bonn (Febr.-April 2011)

 

„Die Mauer fiel nicht nur in Berlin. Geschichtsbilder zur Grenzöffnung 1989 aus Schule und Gesellschaft“ (2009)

Eine Schulbuchausstellung des Historischen Seminars der TU Braunschweig und des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung in Kooperation mit dem Schulmuseum Steinhorst. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Braunschweig, des Niedersächsischen Kultusministeriums, des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands, der Volksbank Hankensbüttel-Wahrenholz und der Stiftung Niedersächsische Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Die Ausstellung wurde zwischen Februar und September 2009 gemeinsam mit zwölf Studierenden konzipiert und erarbeitet. Die Eröffnung fand am 28. September 2009 im „Haus der Wissenschaft Braunschweig“ im Beisein von etwa 120 Gästen statt, darunter offizielle Vertreter der Stadt und der TU Braunschweig, und war dort bis Mitte November 2009 zu sehen. Weitere Präsentationen seither in Berlin, Helmstedt, Gifhorn, Göldenitz/Rostock, Point Alpha Akademie/Geisa.

[BZ vom 22.9.09]

[Flyer 20 Jahre Mauerfall]