Hausarbeiten und Essays

Aufbau von Hausarbeiten von Sascha Ignorek und Matthias Wittschieben, aktualisiert von Christian Götter

 

Äußere Form:

Zeilenabstand:1,5
Schriftart:Times New Roman (12) oder Arial (11)
Formatierung:Blocksatz mit Silbentrennung
Fußnoten:unten auf der Seite, durchgängig nummeriert
Rand:oben 2,5 cm, unten: 2,5 cm, links: 2,5 cm, rechts: 4-5 cm
Zitierweise:

Orientieren Sie sich an den Vorgaben in Freytag, Nils, Wolfgang Piereth: Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten. 5. aktual. Aufl. Paderborn u.a. 2011, S. 139-148.

Für Webseiten verwenden Sie bitte: Jordan, Stefan: Einführung in das Geschichtsstudium. Stuttgart 2013, S. 158.

Einleitung

  • Problemdarstellung: Worum geht es? Was macht die Sache relevant, interessant und/oder fragwürdig?
  • Forschungsstand skizzieren und die eigenen Thesen/Fragestellungen vor dessen Hintergrund einordnen!
  • Präzisierung und Ein-/Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands: Worum geht es genau? Warum werden gerade diese Gesichtspunkte thematisiert? Auf welche Aspekte wird nicht (näher) eingegangen?
  • Skizzierung des Ertrags: Welches Ziel wird mit welchem Ergebnis verfolgt?
    -> Formulierung der Fragestellung und Thesenexplikation!
  • Erläuterung der Voraussetzungen für die Behandlung des spezifischen Themas: Welche methodische Zugang wurde gewählt? Welche Literatur und welche Quellen wurden herangezogen?
  • Begründung des Aufbaus der Arbeit: In welcher Reihenfolge wird vorgegangen?

 

Hauptteil (besteht i.d.R. aus mehreren inhaltlichen Kapiteln)

  • Klärung zentraler Begriffe
  • Analyse und Interpretation des Quellenmaterials/der Sekundärliteratur entlang der formulierten Fragestellung und der aufgestellten Thesen
  • Kontextualisierung und kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse

 

Schluss

  • Zusammenfassende Beantwortung der eingangs aufgeworfenen Fragen
  • Verweis auf ungeklärte Probleme
  • Persönliche Schlussfolgerung und Ausblick 

 

Literaturverzeichnis

  • nur die in den Fußnoten angegebenen Titel werden aufgeführt

 

Titelblattblanko

Hausarbeitsblanko

Eidesstattliche Erklärung

 

Achtung:

Die Länge der Arbeit richtet sich nach den Vorgaben der jeweiligen Prüfungsordung.

 

Literaturempfehlungen:

- Freytag, Nils, Wolfgang Piereth: Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten. 5. aktual. Aufl. Paderborn u.a. 2011.

- Jordan, Stefan: Einführung in das Geschichtsstudium. Reclam 2005.

- Kruse, Otto: Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockade durchs   
  Studium. Frankfurt [u.a.] 10. Auflage 2004.

- Sauer, Michael: Geschichte unterrichten: eine Einführung in die Didaktik und  
  Methodik. Seelze 2008.

- Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte. Schritt für Schritt   
  wissenschaftliches Schreiben lernen. Stuttgart 2006.

 

Essay-Leitfaden von Bernadette Descharmes

Was ist ein Essay?

Ein Essay ist ein präziser und kurzer Text über ein fest umrissenes Thema. Das Schreiben eines Essays schult die kritische Beurteilung und das Erörtern wissenschaftlicher Positionen sowie das Entwickeln einer Fragestellung. Hierfür benötigt man eine klare Argumentationsstruktur, einen „roten Faden“. Zudem soll der Text in einem wissenschaftlichen, aber dennoch sprachlich geschmeidigen Stil verfasst sein. Die Position des Autors/ der Autorin darf beim Essay stärker miteinfließen als bspw. bei einer Hausarbeit. Vergessen Sie aber nicht, Ihre Meinung auch wissenschaftlich, d.h. mit Argumenten und Belegen zu begründen. Berücksichtigen Sie deshalb die Sekundärliteratur, doch versäumen Sie während und nach der Lektüre nicht, auch eine eigene kritische Haltung zu entwickeln. Konträre Thesen eignen sich besonders gut, um diese zu hinterfragen, zu diskutieren und eigene Gedanken einzubringen. Essays sollten eine konkrete Aufgabenstellung, bzw. Frage verfolgen. Das Nacherzählen von Hintergründen und Fakten ist nicht zielführend.

Wie „baut“ man einen Essay?

Gliedern Sie den Essay so, dass der Leser/ die Leserin ihren Gedanken folgen kann: ein neuer Absatz markiert einen neuen Gedankenschritt. Vermeiden Sie Zwischenüberschriften: auch ohne Überschriften ist ein Essay klar strukturiert.Die Einleitung führt zum Thema hin und erläutert die Fragestellung. Sie erläutert knapp Ihr Vorgehen.Der Hauptteil erörtert Argumente, die zur Beantwortung Ihrer Frage angeführt werden (können). Achten Sie hierbei auf den „roten Faden“, d.h. auf einen klar strukturierten und nachvollziehbaren Gedankengang. Bringen Sie Beispiele und arbeiten Sie mit (Quellen-) Belegen, um Ihre Argumente zu stützen.Der Schlussteil fasst die Hauptaussagen noch einmal kurz zusammen und liefert eine pointierte Aussage. Eventuell schließt sich ein Ausblick über weiterführende oder offene Fragen an.

Wie sieht der Essay aus?

Ein Essay hat kein Inhaltsverzeichnis, ein Titelblatt ist auch nicht zwingend notwendig. Geben Sie aber zumindest Ihren Namen, Matrikelnummer, e-mail-Adresse und den Titel des Essays an. Liefern Sie bitte ca. 2,5 - 3 Seiten mit dem Zeilenabstand 1,5. Verwenden Sie nur Times New Roman (12pt) oder Arial (11 pt), denn Arial 12pt ist wesentlich größer.). Ränder: links/oben/unten: 2,5cm, rechts: 4cm, sowie ggf. ein Verzeichnis Ihrer getätigten Lektüre; im Text empfehlen sich Kurzbelege oder Endnoten.

Nach welchen Kriterien wird der Essay bewertet?

Die Aufgabenstellung muss im Rahmen der Vorgaben bearbeitet sein. Auch muss eine klare inhaltliche Struktur und Argumentation erkennbar sein. Ebenso geht die sprachliche und formale Gestaltung (gutes, verständliches Deutsch und korrekte Rechtschreibung) mit ein. Der Essay muss letztlich Standards wissenschaftlichen Arbeitens (korrekte Literatur- und Quellenangaben) und wissenschaftlichen Denkens (ermöglicht durch die Lektüre von Fachliteratur) genügen.

Dieser Leitfaden ist die überarbeitete und gekürzte Fassung folgenden Dokuments (mit freundlicher Erlaubnis durch die Autorin):

https://www.uni-bielefeld.de/geschichte/abteilung/arbeitsbereiche/altegeschichte/downloads/essay.pdf